Oberflächenbearbeitung

Um eine Funktionsoberfläche zu erstellen, werden plasmagespritzte Oberflächen oft einer zusätzlichen Oberflächenbehandlung unterzogen. Selbst Teile, bei denen die spezielle Spritzstruktur Teil der Funktionsfläche ist, können durch zusätzliche Behandlungen wie Bürsten, Trovalisieren oder Imprägnieren in Teilfunktionen noch stark verändert werden:

  • Eine Beschichtung auf die Endmaße kann im beschränkten Maße durch einfaches Bandschleifen erfolgen.
  • Geringe Form- und Lagetoleranzen lassen sich nur durch mechanisches Rundschleifen erreichen.
  • Feinste Oberflächen werden durch zusätzliches Polieren erreicht.
  • Spezielle Funktionsoberflächen mit definierten Traganteilen bei Vertiefungen in die Schicht, die z.B. als „ punktuelle Schmiervolumen“ genutzt werden, können nach dem mechanischen Rundschleifen durch zusätzliche Plateauhonung erzeugt werden.

Diese Oberflächenbearbeitungsmethoden nutzen wir, um unseren Kunden eine maßgeschneiderte Funktionsoberfläche zur Verfügung zu stellen.

Teile von der Masse von > 1 Gramm bis zu Großteilen mit einem Stückgewicht > 1,5 Tonnen werden in In-House-Fertigung zum größten Teil mit einem hohen Automatisierungsanteil bearbeitet. Eine besondere Stärke der Kotte GmbH & Co. KG sind seit Jahrzehnten aber auch filigrane Handfertigungen.

Bürsten, Trovalisieren, Imprägnieren

Durch Plasmaspritzen entsteht eine spezielle Oberflächenstruktur aus fladenförmigen, unregelmäßig angeordneten Kuppen mit zum Teil scharfkantigem Rauheitsprofil. Diese spezielle Rauheit, die mit den bekannten Rauheitsmeßmethoden sehr schwer zu definieren ist, kann durch Variation der Prozessparameter verändert werden. Verwendung finden die so neu gestalteten Oberflächen z.B. als Transportwalzen, Mitnahmekörper oder Bremselemente.

 

Maßbeschichtete Oberfläche in Spritzstruktur

Maßbeschichtete Oberfläche in Spritzstruktur


Oberflächen mit geringem Traganteil zum Kontaktpartner (d.h. der Kontaktpartner wird hier durch Rauheiten nicht beschädigt) werden durch mechanische Bearbeitung der Oberflächentopographien erzeugt.

Durch Bürsten mit schleifmittelhaltigen flexiblen Körpern werden die scharfkantigen Strukturen geglättet und es entsteht eine Oberfläche ähnlich einer Orangenhaut. Die entstandene Oberfläche hat eine glatte Kontaktfläche bei geringem Traganteil (Berührungsfläche). Vor dem Bürstvorgang kann die Spritzstruktur mit speziellen Wachsen imprägniert werden, um besonders feine Kontaktflächen zu erzeugen. Dabei schützt die Imprägnierung die Oberfläche zusätzlich vor Korrosion durch Luftfeuchtigkeit.

 

Oberflächenbearbeitung durch Bürsten und Polieren

Oberflächenbearbeitung durch Bürsten und Polieren

 

Trovalisieren der Oberflächen mit Schleifkörpern in Vibrationsanlagen bewirken ähnliche Effekte bei Kleinteilen. Mittels dieser Methode können Kleinteile besonders wirtschaftlich bearbeitet werden.

 


Eine weitere Methode, die Oberflächentopographie zu verändern, ist Bandschleifen. Durch Abtragen können ähnliche Topographien wie durch Bürsten erzeugt werden. Das Abtragen hat geringe Tiefenwirkung und sorgt gleichzeitig für den Erhalt der typischen Spritzstruktur. Die Funktionseigenschaften dieser Oberflächen unterschieden sich teilweise von denen, die durch das Bürsten erzeugt wurden. Das Bandschleifen kann ebenfalls als abtragendes Verfahren zur Korrektur von Abmaßen eingesetzt werden. Hierbei werden jedoch die Eigenschaften der Spritzstruktur eliminiert.

Alle bisher beschriebenen Methoden zur Oberflächenbearbeitung sind in der Lage, die durch den Grundkörper vorgegebenen Geometrien innerhalb geringer Abweichungen wiederzugeben.

 

Rundschleifen

 

Rotationssymmetrische Formkörper, wie z.B. Rollen, Wellen, Achsen und Walzen mit geringen Maßabweichungen in Form und Lage oder Oberflächen mit sehr geringen Rauheiten, lassen sich in der Regel nur durch abtragendes mechanisches Rundschleifen erzeugen.

Die Kotte GmbH & Co. KG verfügt hierzu über einen Maschinenpark mit neuester Technologie. Das Know-how in der Auswahl der Schleifmittel und Kühlflüssigkeiten, sowie eine exzellente Reinigung der Kühlflüssigkeit sind neben den mechanischen Erfordernissen Garanten einer hochqualitativen Oberflächenbearbeitung.

Rauheiten bis zu Ra 0,2µ (die Kotte GmbH & Co. KG hat sich hier auf den Werkstoff Chromoxid spezialisiert) sind so gleichförmig und selbst bei Walzenkörpern bis zu einem Durchmesser von 700 mm bei einer Länge von 5000 mm reproduzierbar und über die gesamte Ballenfläche erreichbar. Feinere Oberflächen bis zu Ra 0,05 µm sind durch zusätzliches Polieren möglich.

Plateauhonen


Einige unserer Kunden haben den Bedarf nach speziellen Funktionsoberflächen mit punktuellen geschlossenen Vertiefungen in der Beschichtung allerdings ohne Rauheitsspitzen, die den Gegenpartner beschädigen. Die Kotte GmbH & Co. KG hat hierzu das Plateauhonen entscheidend weiterentwickelt. Beschichtungen aus Chromoxid mit einem definierten Aufnahmevolumen, wie z.B. „Schmiervolumen“, gehören zu unseren Spezialitäten.

Oberflächenbearbeitung durch Schleifen und Plateauhonen

Oberflächenbearbeitung durch Schleifen und Plateauhonen

 

Walze: Durchmesser 310 mm, Ballenlänge 2800 mm, Gewicht 750 kg

Walze: Durchmesser 310 mm, Ballenlänge 2800 mm, Gewicht 750 kg

Unser Leitbild

Höchste Qualität und aktiver Umweltschutz sowie die Wahrung ethischer Grundsätze sind die Grundlagen der erfolgreichen Tätigkeit

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