Plasmaspritzen

Was ist Plasmaspritzen?

 

Plasmaspritzen ist ein Verfahren zum Beschichten von Bauteilen mit schmelzbaren Werkstoffen, um deren Oberfläche mit funktionellen Beschichtungen auszustatten. Diese durch die Beschichtung mit maßgeschneiderten Oberflächeneigenschaften ausgestatteten Bauteile werden heute in nahezu allen Bereichen der Industrie eingesetzt. Beschichtungen, die die Kotte GmbH & Co. KG herstellt, werden vorwiegend in der Textil-, Druck-, Papier-, Maschinenbau- und Prozessindustrie eingesetzt.

Beschichten einer rotierenden Nutwalze aus Stahl St52 mit einer harten Oberfläche, Härte > 1300 Vickers

Beschichten einer rotierenden Nutwalze aus Stahl St52 mit einer harten Oberfläche, Härte > 1300 Vickers

 

Funktionsprinzip


Beim Plasmaspritzen werden feine pulverförmige Beschichtungswerkstoffe in einen heißen inerten Gasstrahl injiziert, der mit Hilfe elektrischer Energie erzeugt wird. Die völlig geschmolzenen Partikel werden mit hoher Geschwindigkeit auf die zu beschichtenden Bauteiloberflächen geschleudert und dabei mit der durch Sandstrahlen gerauhten Oberfläche mittels mechanischer Haftung verbunden.

Durch Auswahl der

  • Pulverkorngröße und deren Morphologie
  • der Plasmagase (bevorzugt werden von der Kotte GmbH & Co. KG Argon Wasserstoffgemische zu diesem Zweck eingesetzt)
  • Variation der elektrischen Leistung

können bei einem namentlich gleichen Beschichtungswerkstoff Beschichtungen mit erheblich geänderten funktionellen Eigenschaften entstehen.

Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Geometrie der Plasmadüse im Zusammenhang mit dem Aufbau des Plasmabrenners. Der Plasmabrenner System Snecma eignet sich besonders gut für das Aufbringen von keramischen Werkstoffen.

Bereits seit 1971 hat die Kotte GmbH & Co. KG dieses System als eines der ersten Unternehmen in Deutschland - und einigen wenigen weltweit - zum Aufbringen von funktionellen Oberflächenbeschichtungen genutzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Der keramische Werkstoff Chromoxid wird von der Kotte GmbH & Co. KG bevorzugt genutzt.

 

Nutzen Sie unsere Erfahrung!

 

Prinzip des Plasma spritzens

Prinzip des Plasma spritzens


Verfahrenstechnik


Bereits in den Anfängen der Plasmabeschichtung wurde hoher Wert auf die Reproduzierbarkeit und Einhaltung der mit den Kunden vereinbarten Eigenschaften und Funktionen der Beschichtung gelegt. Die Prozesse „Vorbereitung durch Sandstrahlen“ und „Beschichten“ wurden schon 1971 zu großen Teilen automatisiert. Deshalb konnten wir schon zu dieser Zeit unter strikter Beachtung von Gesundheits- und Umweltschutz mit geschultem Personal einen hohen Qualitätsstandard erreichen.

Heute sind 4 Plasmaanlagen mit modernster elektronischer Steuerung und rechnergestützter Archivierung zur sicheren und termingetreuen Lieferung im Einsatz.

Außerdem stehen vollautomatische Bauteil- und Werkzeugmanipulationseinrichtungen zur Werkstücksvorbereitung durch Sandstrahlen und Beschichtung zur Verfügung.

Mit diesen modernsten Fertigungsanlagen können rotationssymmetrische Teile wie Walzen, Rollen oder Wellen bis zu einer Länge von 3900 mm bei einem Durchmesser bis 700 mm und einem Gewicht bis 1500 kg vollautomatisch beschichtet werden.

 

Partielles verzugsfreies Plasmaspritzen der Funktionsoberfläche einer Getriebewelle. Ihr Vorteil: Verbesserung des Funktionsverhaltens durch optimierte Werkstoffkombination.

Partielles verzugsfreies Plasmaspritzen der Funktionsoberfläche einer Getriebewelle.
Ihr Vorteil: Verbesserung des Funktionsverhaltens durch optimierte Werkstoffkombination.


Für Serienteile stehen 2 Takttische mit Robotsystemen bis zu 8 Achsen zur Verfügung.


Funktionsbauteile

Lieferscheibe Material: Aluminiumdruckguss Beschichtung: Chromoxid gebürstet.
Lieferscheibe
Material: Aluminiumdruckguss
Beschichtung: Chromoxid gebürstet.
Friktionsscheibe Material: Edelstahl / Tiefgezogen Beschichtung: Aluminium Titanoxid, imprägniert / gebürstet.
Friktionsscheibe
Material: Edelstahl / Tiefgezogen
Beschichtung: Aluminium Titanoxid, imprägniert / gebürstet.
Umlenkrolle Material: Aluminiumdruckguss Beschichtung: Titanoxid, gebürstet.
Umlenkrolle
Material: Aluminiumdruckguss
Beschichtung: Titanoxid, gebürstet.
Führungs- und Begrenzungsbauteile.
Führungs- und Begrenzungsbauteile.


Flächige Beschichtungen in den Abmessungen max. 1500 x 1500 mm können mit mehrachsigen Manipulationsvorrichtungen durchgeführt werden.

Führungsschienen mit oxidischen Reibbelägen, Heizplatten mit oxidischen Antihaftbelägen und plattenförmige Konstruktionsteile mit elektrisch isolierenden Beschichtungen wurden erfolgreich mit Schichten in enger Maßtoleranz wie z. B. + - 0,02 mm versehen.

Prinzip einer "Maßbeschichtung" auf einem flächigen Konstruktionsbauteil.

Prinzip einer Maßbeschichtung auf einem flächigen Konstruktionsbauteil

 

Qualität

 

Für unsere Kunden ist eine gleichbleibende Funktion und Qualität der Oberfläche der entscheidende Mehrwert. Folglich genießt dieser Aspekt eine hohe Gewichtung. Die Einführung eines Qualitätsmangements nach DIN EN ISO 9000 u. f. seit 1994 war deshalb ein konsequenter Schritt.

 

Rauheits- und Formmesseinrichtungen. Blick in unsere Qualitätsprüfung.
Rauheits- und Formmesseinrichtungen. Blick in unsere Qualitätsprüfung.
Werkzeuge zur Gütebestimmung von Plasmaspritzschichten.
Werkzeuge zur Gütebestimmung von Plasmaspritzschichten.

An Hardware zur Oberflächen und Schichtcharakterisierung verfügen wir über Rauheits-, Schichtdicken- und Härtemessgeräte. Mit einer Mehrkoordinatenmessmaschine können Schichtdickenverteilungen exakt bestimmt werden. Die werkeigene Metallographie ist in der Lage, durch mikroskopische Untersuchungen ein optisches Dokument zur Haftung, Porenvolumen und anderen Kriterien schnell und kompetent zu erstellen.

Unser Leitbild

Höchste Qualität und aktiver Umweltschutz sowie die Wahrung ethischer Grundsätze sind die Grundlagen der erfolgreichen Tätigkeit

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